12. Feuerwehr-Oldtimer-Weltmeisterschaft am Großglockner
Von Freitag, den 19. Juni, bis Sonntag, den 21. Juni 2026, nahmen sechs Kameraden der Feuerwehr Bad Tölz an der 12. Feuerwehr-Oldtimer-Weltmeisterschaft in Bruck und Fusch am Großglockner teil. Über 100 historische Feuerwehrfahrzeuge aus mehreren Ländern waren zu diesem besonderen Treffen der Feuerwehrgeschichte angereist. An der Wertung nahmen schließlich 86 Fahrzeuge teil.
Für die Feuerwehr Bad Tölz gingen gleich zwei besondere Fahrzeuge an den Start: unser noch immer im aktiven Dienst stehendes LF 16-TS „Florian Tölz 48/1“ sowie das historische Sondertanklöschfahrzeug auf Unimog-Basis „Florian Tölz 29/1“. Beide Fahrzeuge waren jeweils mit drei Kameraden besetzt.
Bereits die Anreise war ein Erlebnis für sich. Über Bayrischzell, den Tatzelwurm, Walchsee und Leogang führte die Route nach Bruck am Großglockner. Dort erwartete die Teilnehmer ein hervorragend organisiertes Wochenende vor beeindruckender Alpenkulisse.
Am Freitag stand die erste Wertungsfahrt auf dem Programm. Vom Festgelände in Bruck führte die Strecke bis zur Mautstation der Großglockner-Hochalpenstraße. Entlang der Strecke mussten verschiedene vorgegebene Durchschnittsgeschwindigkeiten möglichst exakt eingehalten werden. Die Besonderheit dabei: An mehreren Kontrollpunkten wurden neue Sollgeschwindigkeiten bekanntgegeben, die auf dem nächsten Streckenabschnitt gefahren werden mussten.
Der Samstag begann bereits in den frühen Morgenstunden mit der zweiten Wertungsfahrt. Die Strecke führte über die berühmte Großglockner-Hochalpenstraße hinauf zum Fuscher Törl auf 2.428 Metern Seehöhe. Auf den rund 27 Kilometern und mehr als 1.600 Höhenmetern galt es erneut, möglichst präzise zu fahren. Aus beiden Wertungen wurde schließlich der Gesamtweltmeister ermittelt. Unsere Fahrzeuge konnten dabei hervorragende Ergebnisse erzielen: Der Florian Tölz 48/1 erreichte Platz 17, der Unimog Florian Tölz 29/1 Platz 20.
Besonders erfreulich: Unser Unimog war bereits zum dritten Mal in Folge bei einer Feuerwehr-Oldtimer-WM vertreten. Bei der vergangenen Weltmeisterschaft vor zwei Jahren konnte er sogar die Geschicklichkeitswertung für sich entscheiden.
Am Fuscher Törl verfolgten wir außerdem den Großglockner-Kuppelcup. Bei diesem Bewerb treten Feuerwehrgruppen auf über 2.400 Metern Höhe gegeneinander an und messen sich im schnellen und fehlerfreien Kuppeln einer Saugleitung – eine beeindruckende Leistung unter den besonderen Bedingungen im Hochgebirge.
Nach dem offiziellen Programm nutzten wir die einmalige Gelegenheit und fuhren mit unseren beiden Fahrzeugen noch weiter über die Großglockner-Hochalpenstraße bis zur Kaiser-Franz-Josefs-Höhe wo vor der Kulisse des Großglockners noch das ein oder andere Bild entstand.
Am Samstagabend fand schließlich die feierliche Siegerehrung mit anschließendem WM-Ball in Bruck statt, bevor am Sonntag die Heimreise über Kitzbühel, Kufstein und das Landl zurück nach Bad Tölz führte.
Unser besonderer Dank gilt der Feuerwehr Bruck, der Feuerwehr Fusch sowie allen Organisatoren, Helferinnen und Helfern, die diese Veranstaltung möglich gemacht haben.
Und natürlich gilt ein großes Lob auch unseren beiden Fahrzeugen: Trotz ihres Alters meisterten sie die langen Anfahrtswege, die anspruchsvollen Bergstrecken und die gesamte Veranstaltung völlig problemlos.
Für uns war es ein unvergessliches Wochenende voller Kameradschaft, Feuerwehrgeschichte und beeindruckender Landschaften. Wir freuen uns schon heute auf die nächste Feuerwehr-Oldtimer-Weltmeisterschaft.