Gefahrstoffeinsatz im Gemeindegebiet Wackersberg
Zu einem außergewöhnlichen Einsatz alarmierte uns die Leitstelle am Freitag den 13. an den Einbach beim Einlauf in die Isar. Die Polizei meldete einen massiven Güllezufluß in den Einbach.
Immer der Nase nach, hätte Wegweisung auch lauten können, denn in der gesamten Umgebung stank es massiv nach Ammoniak und Schwefel.
Auf Höhe Sonnershof, einem Ortsteil der Gemeinde Wackersberg, gelangten mehrere zehntausend Liter Gülle in den Einbach und flossen weiter in Richtung Isar.
Um das, durch die sehr giftige Gülle verunreinigte, Bachwasser möglichst schnell zu verdünnen und mit möglichst viel Sauerstoff anzureichern, bauten wir an der Mündung des Einbaches mehrere Pumpen auf, mit denen wir frisches Isarwasser ansaugten und über Schaumrohre mit Luft anreicherten und in den Einbach zurück spritzten. Zum Einsatz kamen auch 2 Wasserwerfer, die das verunreinigte Wasser kräftig aufwirbelten und es dadurch ebenfalls mit Sauerstoff angereichert wurde. In dreieinhalb Stunden konnten somit bei einer Leistung von ca. 5600 Liter pro Minute rund 1,7 Millionen Liter Frischwasser in den Einbach gepumpt werden. Dabei wurden mit den 3 eingesetzten Schaumrohren rein rechnerisch rund 5900 m³ Luft eingebracht. Mit diesem Einsatz sollte der Sauerstoffmangel möglichst schnell ausgeglichen und somit ein Absterben der Mikroorganismen und ein Fischsterben verhindert werden. Dies ist uns offensichtlich gelungen, denn nach Polizeiangaben ist es bislang zu keinen größeren Umweltschäden gekommen. Weitere Wasserproben werden jedoch entnommen und analysiert.
| Einsatzart | Technische Hilfeleistung |
|---|---|
| Alarmierung | über TETRA-Meldeempfänger |
| Einsatzstart | 13. März 2026 15:33 |
| Mannschaftstärke | 12 |
| Einsatzdauer | 5 1/2 Std. |
| Fahrzeuge | TLF 24/50 |
| LF 16-TS | |
| PKW | |
| VS-L | |
| Alarmierte Einheiten | Wasserwirtschaftsamt |
| Alarmierte Einheiten | FF Bad Tölz, Polizei |
| Alarmierungsart | Anforderung durch Polizei |