Klinikmüll im Stadtwald entsorgt

29. Juli 2021
Letzte Einsatzübung vor der Sommerpause

Für die letzte Übung vor der Sommerpause hatten sich die Organisatoren ein
ABC -Gefahrstoffszenario ausgedacht.

„Amtshilfe für die Polizei – ABC Gefahrstoff im Stadtwald“, lautete das Übungsstichwort für die letzte Einsatzübung vor der Sommerpause.

Gemäß unserer Ausrückordnung besetzten wir den Einsatzleitwagen (ELW 1), beide Löschfahrzeuge (LF 20), den Rüstwagen (RW 2) und den Versorgungs-LKW (VLKW) mit dem Geräteanhänger Umwelt (GAU).

Vor Ort trafen wir auf den Melder mit Schnittverletzungen und auf ein blaues Chemiefass mit der Kennzeichnung UN 3291 (Klinischer Abfall, unspezifiziert). Nachdem es sich bei dem Inhalt um unterschiedlichste Gebinde und blutdurchträngtes Verbandsmaterial handelte, wurde zunächst von einer atomaren-biologischen-chemischen Gefahr (ABC-Gefahr) ausgegangen.

Somit rüsteten sich 3 Trupps (Angriffstrupp, Rettungstrupp, Dekontrupp) mit Vollschutzanzügen der  Form 2 aus.
Zeitgleich wurde ein DEKON-Platz aufgebaut. Nach den ersten Messungen mit den verfügbaren Strahlenmessgeräten konnte eine atomare Gefahr ausgeschlossen werden. Die chemische Gefahr konnte auf Grund der geringen Mengen als vernachlässigbar eingestuft werden. Somit wurde der Fokus auf die biologische Gefahr gelegt. Hier galt es den illegal entsorgten Medizinmüll sicher zu stellen und die Fundstelle zu desinfizieren.
Einen besonderen Anteil der Übung nahm dann die Dekontamination/Desinfektion des eingesetzten Angriffstrupp am DEKON-Platz ein. Hierbei wurde richtiges Desinfektionsmittel eingesetzt, so dass das angefallene Abwasser fachgerecht aufgefangen und entsorgt werden mußte.