Hochwassereinsatz in Jenbach/Tirol

12. Juni 2019
Hochleistungspumpe soll Industrie -und Wohngebiet vor Überflutung retten

Große Mengen Schmelzwasser für zur Zeit im Inntal zu kräftig ansteigenden Wasserpegeln. Unsere Kameraden in Jenbach kämpfen seit Stunden um den Pegel des Gießenbaches konstant zu halten. Mit einem massiven Pumpeneinsatz wird Wasser in den Kasbach gefördert. Wie auf der Facebookseite der Jenbacher Kameraden zu lesen ist mussten sie eine Hochwasserpumpe aus Kufstein wieder abgeben, weil diese dort dringend benötigt wird. Die Einsatzleitung hat sich deshalb dazu entschlossen eine unserer angebotenen Großpumpen anzufordern. Zusammen mit einem LKW des Betriebshofes sind wir zu diesem aussergwöhnlichen Einsatzziel nach Jenbach aufgebrochen um unsere Tiroler Kameeraden zu unterstützen. Mit einer Förderleistung von 23000 Liter/Minute hoffen wir das Schlimmste für die Jenbacher zu verhindern. Um 21:20 sind wir an der Einsatzstelle eingetroffen und begannen sofort mit dem Aufbau der Pumpe. Ab 22:45 Uhr war die Pumpe im Einsatz um das zurückgestaute Wasser des Gießenbaches über die Absperrung zu pumpen. Ebenfalls eingesetzt sind noch 2 Elektrotauchpumpen aus unserer Hochwasserausrüstung mit einer Förderleistung von jeweils 6000 Liter/Minute. Bis auf einen Kameraden, der die Pumpen während der Nacht betreute, konnte der Rest der Mannschaft gegen Mitternacht wieder nach Hause fahren. Mit einer Förderleistung von ca. 60 000 Liter pro Minute konnten die eingesetzten Pumpen den Pegel die Nacht über halten und ein angrenzende Wohngebiet sowie das Gewerbegebiet erfolgreich schützen. Den Dieselkraftstoff für den 90 PS Motor der Pumpe lieferten die Jenbacher.
Am 13.06. gegen 11:00 Uhr berichtet die Feuerwehr Jehnbach auf Faceboock, das der Pegel des Inns wohl etwas fällt aber der Gießenbach noch unvermindert stark fließt. Mit unseren Pumpen können wir dazu beitragen, dass der Pegel des Baches konstant gehalten werden kann.
Nachdem der Pegel des Inns stark gesunken ist und der Gießenbach wieder auf natürliche Weise in den Inn fließt, konnten um 15:00 Uhr alle Pumpen abgestellt werden. Wegen der unklaren Wetterlage ist weiterhin mit Schmelzwasser und Gewittern zu rechnen. Deshalb bleiben die Pumpen noch bis Montag in Jenbach. Am Samstag setzten die Jenbacher Kameraden in Absprache mit unserer Wehrführung die beiden Elelektropumpen noch in ihrer Nachbargemeinde Puch ein.

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