Dachstuhlbrand in einer ehemaligen Zimmerei

Gegen 13:45 bemerkt die Mieterin einer Wohnung, die sich oberhalb einer ehemaligen Zimmerei befindet, dass es über ihr im Speicher brennt. Sie verständigt die Leitstelle, die wiederum die Tölzer Feuerwehr um 13.48 alarmiert. Auf Grund der Meldung „Dachstuhlbrand Im Farchet, Person in Gefahr“, rücken die Tölzer mit einem Löschzug und 32 Mann aus und trifft kurze Zeit später an der Einsatzstelle ein. Nach der ersten Erkundung veranlasst Kommandant Wolfgang Stahl die Nachalarmierung der Feuerwehr Ellbach weil mit einem personalaufwendigen Atemschutzeinsatz zu rechnen war. Die Kameraden unterstützen mit einem Fahrzeug und 9 Mann. Zur Sicherung der „Feuerwehrler“ trifft neben dem Rettungswagen für die betroffenen Personen auch noch ein weiterer Rettungswagen für die Einsatzkräfte ein.

Über eine Zugtreppe kann der erste Trupp in den Speicher vordringen und findet einen kräftigen Brand vor. Die enorme Hitze und der dichte Rauch verhindert ein weiteres vordringen in den Speicher, weshalb das Feuer erst einmal von der Treppe aus bekämpft wurde. Im Wohnzimmer war bereits zu erkennen, dass sich die Flammen auch durch die Holzdecke noch unten fressen. Durch die Lagerung großer Mengen an Hausrat wurde es notwendig, die Holzdecke vom Wohnzimmer aus zu öffnen, um weiter an den Brandherd heran zukommen. Vorher wurde aber von den Einsatzkräften noch das Inventar aus dem Wohnzimmer getragen und im Hof sicher abgestellt. Zwischenzeitlich konnten die offen Flammen, die bereits auf das Gebälk des Dachstuhls übergegriffen hatten, mit einem C-Rohr abgelöscht werden. Nach dem Öffnen der Holzdecke kam eine brennende Isolierung zum Vorschein die mit Hochdruckschaumlöschern Stück für Stück abgelöscht wurde. Außerdem wurde der teilweise noch glühende Hausrat über diese Deckenöffnung  vom Speicher durch das Wohnzimmer und dann über den Balkon in Freie entsorgt und abgelöscht. Alle weiteren Löschmaßnahmen erfolgten von nun an nur noch mit den  4 verfügbaren Hochdruckschaumlöschern, die an der Einsatzstelle wieder befüllt wurden und somit wiederholt verwendet werden konnten. In den Wohnräumen entstand somit kein Wasserschaden. Einen Großteil der 3-stündigen Einsatzzeit nahm das kräfteraubende Ausräumen des Speichers in Anspruch, bei dem die Helfer in der aufgestauten Hitze weiterhin mit Atemschutz arbeiten mussten. Der entstandens Sachschaden dürfe sich zwischen
50 000€ und 100 000€ bewegen. Nach dem Abrücken der Feuerwehr hat die Kriminalpolizei die Ermittlung der Brandursache übernommen.


Einsatzart Brand
Alarmierung durch ILS Oberland
Einsatzstart 7. Februar 2017 13:48
Mannschaftstärke 42
Einsatzdauer 3 Std.
Fahrzeuge ELW 1
TLF 16/25
DLK 23/12
LF 20/16
LKW <7,5t
Alarmierte Einheiten FF Bad Tölz
FF Ellbach TLF 16/25
Rettungsdienst
Polizei