Dachstuhlbrand eines Mehrfamilienhauses

Um 21:46 wurden wir, während einem starken Gewitter, zu einem Dachstuhlbrand alarmiert. Bereits auf der Anfahrt wurde eine Alarmstufenerhöhung veranlasst, so dass für die Wehren aus Greiling und Reichersbeuern sowie für die UGÖEL eine Nachalarmierung erfolgte.

Nach Augenzeugenberichten schlug ein Blitz in der Mitte eines Mehrfamilienhauses "Am Lettenholz" ein und setzte in Sekundenschnelle eine Hälfte des Dachstuhles in Brand. Aufgrund der Brandschutzmauer, die das Gebäude teilt, blieb die andere Hälfte nahezu unversehrt. Bis zu unserem Eintreffen hatten bereits alle Bewohner der 18 Wohneinheiten das Gebäude verlassen.

Ein Vordringen über das Treppenhaus in den brennenden Speicherbereich war von Anfang an nicht mehr möglich. Mit der Drehleiter gelang es uns jedoch den Flammen auf der östlichen Hausseite zügig Herr zu werden. Zum Ablöschen der Flammen auf der westlichen Gebäudeseite wurde eine weitere Drehleiter aus Geretsried nachgefordert, die aber auf Grund der längeren Anfahrt erst etwa eine 1/2 Stunde später zum Einsatz kam. Die Kameraden aus Greiling und Reichersbeuern unterstützen uns mit Atemschutzgeräteträgern und beim Aufbau der Löschwasserversorgung. Die ebenfalls alarmierte Unterstützungsgruppe Einsatzleitung löste unseren Kameraden im ELW ab und übernahm die weitere Koordination  der Aufträge vom Einsatzleiter.

Gegen 02:00 Uhr begann dann von den beiden Drehleitern aus das weitere Öffnen der Dachhaut, um an die noch zahlreichen Brandnester besser heran zu kommen. Nachdem die Drehleiter (DL) der Geretsrieder Kameraden im Abschnitt West wegen einem technischen Defekt ausgefallen ist, wurde als Ersatz die DL aus Holzkirchen angefordertert. Diese übernahm dann das Öffnen des Dachstuhles und ablöschen der Glutnester. Zwischenzeitlich bereitete das BRK im Bergwachtzentrum eine Notunterkunft  mit Feldbetten für die Bewohner von 12 Wohneinheiten vor. Davon wurden letztendlich nur 10 Betten benötigt, weil ein Großteil der Bewohner privat unterkommen konnte.

Ab 02:30 Uhr konnten dann die auswärtigen Einsatzkräfte sukzessive reduziert werden. Weiter im Einsatz blieben unsere Kräfte und die DLK 30 aus Holzkirchen.

Gegen 04:00 Uhr waren dann alle Glutnester abgelöscht, so dass der Einsatz beendet werden konnte.

Wir bedanken uns recht herzlich bei den ca. 50 Kameraden/innen der genannten Feuerwehren und etwa ebensovielen Kameraden/innen vom BRK und der Bergwacht für die tatkräftige Unterstützung und reibungslose Zusammenarbeit.

Hierzu berichten der Tölzer Kurier , Radio Oberland und BR24

Am nächsten Morgen erfolgte um 9:00 Uhr noch eine Nachschau bei es zu keinen Feststellungen mehr kam.


 


Einsatzart Brand
Alarmierung über analoge Meldeempfänger 206
Einsatzstart 1. Juli 2020 21:50
Mannschaftstärke 38
Einsatzdauer 6 Std.
Fahrzeuge ELW 1
TLF 24/50
DLK 23/12
LF 20/16
LF 20
LF 16-TS
VS-L
Alarmierte Einheiten FF Bad Tölz
FF Greiling LF 10
FF Reichersbeuern ELW, TLF 16/25, LF 10
FF Gerestried ELW, DLK 30, LF 20
UGÖEL
FF Holzkirchen DLK 30