Unfall auf Gasbaustelle - Übung mit den Stadtwerken

6. Oktober 2016
Gasunfallübung mit den Stadtwerken

Ein etwas ungewöhnliches, aber trotzdem mögliches Szenario war das Thema einer Übung, zu der sich die Kameraden der Tölzer Wehr am Donnerstag den 6.10.2016 in der Karwendelstraße trafen.

Angenommen wurde, dass ein PKW in eine Gasbaustelle in Höhe der Überführung der B13 gefahren ist und dabei die beiden Monteure der Tölzer Stadtwerke überrollt und unter dem Personenwagen eingeklemmt wurden. Dabei wurde die Hochdruckgasleitung beschädigt und das mit 3 bar ausströmende Erdgas entzündete sich.

Als Übungskünstlichkeit waren die beiden Monteure natürlich Puppen und statt dem Leck in der Leitung wurde eine Ausströmeinrichtung der Stadtwerke installiert.

Tatsächlich ist das Erdgas mit dem genannten Druck entwichen und brannte. Vorgegeben war, dass der PKW mit Lufthebekissen angehoben werden soll.

Für die gemeinsam  alarmierten Kräfte der Feuerwehr und der Stadtwerke galt es die Personen zu befreien, die Brücke vor der enormen Hitze der mehrere Meter hohen Stichflamme zu schützen, die Verkehrsteilnehmer auf der B13 zu warnen, eine Entzündung der angrenzenden Bäume zu verhindern und die Gaszufuhr entsprechend abzustellen. Um die Personenrettung zu ermöglichen bildete ein Trupp zwischen der Gasflamme und dem Fahrzeug eine Wasserwand, damit die Kräfte vor der Hitze geschützt wurden.

Ein weiter Trupp kümmerte sich um den Schutz der Brücke und der angrenzenden Vegetation.

Zeitgleich brachten die Kräfte des Rüstzuges die Lufthebekissen zum Einsatz und beleuchteten die „Einsatzstelle“ mit einem Lichtballon.

Von den Monteuren der Stadtwerke wurde die Sperrung des Leitungsabschnittes vorbereitet. Die Gaszufuhr konnte erst nach der Bergung der Personen erfolgen, da sich ein Schieber in unmittelbarer der Nähe der brennenden Schadensstelle befand. Dies wiederum war nur durch einen Feuerwehmann in Hitzeschutzkleidung und ebenfalls wieder geschützt durch einen Wasserschleier möglich.

Erfahrungen, die nur bei so realistisch dargestellten Szenarien gemachten werden können. Mit dem Übungsverlauf war der in Personalunion anwesende Kommandant und Gasmeister der Stadtwerke sehr zufrieden. Mit dabei waren auch die neuen Kameradinnen und Kameraden der Jugendgruppe, die als Beobachter realistische Eindrücke sammeln konnten.

Die Feuerwehr bedankt sich bei den Stadtwerken, dass für die Übung das verbrannte Gas kostenlos zur Verfügung gestellt wurde.